Werte wie PUE gaukeln vielfach eine fragwürdige Wirtschaftlichkeit vor und müssen zusammen mit weiteren Effizienzparametern kritisch hinterfragt werden

Der Markt für Rechenzentren boomt. Doch der Schritt zum externen Rechenzentrum will genau überlegt sein. Welche Kriterien gelten, welche Leistungen müssen vereinbart werden und was darf Effizienz kosten?

 

Effizienz hat oberste Priorität

Unternehmen, die ihr Rechenzentrum an einen Colocation-Betreiber auslagern, wollen zwei Dinge erreichen: Kosten senken und Effizienz steigern. Die Kosten lassen sich auf den ersten Blick leicht steuern. Doch was genau steckt hinter der Effizienz und wie beeinflusst diese sowohl die Produktivität als auch die Kosten? Effizienz bezieht sich auf Energie, Architektur, technische Einrichtungen und Optionen hinsichtlich der Skalierung.

 

In einer Colocation entstehen die höchsten laufenden Kosten durch den Strom für IT, Kühlung und Nebenverbraucher. Diese sind voll umlagefähig und werden vom Betreiber direkt an den Kunden weitergegeben. Die Umlagefähigkeit hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass nur bedingt Augenmerk auf die Energie-Effizienz im Rechenzentrum gelegt wurde. Doch das Spiel hat sich geändert: kontinuierlich steigende Strompreise und der Kostendruck aus der Industrie fordern neue, effiziente Konzepte.

 

Neue Rechenzentrumstypen, wie beispielsweise maincubes one im Zentrum des Rhein-Maingebiets, berücksichtigen die Problematik der Effizienz und bieten moderne Infrastrukturen, die Unternehmen eine Auslagerung der IT deutlich attraktiver machen. Architektur, Standort und technische Komponenten wurden bei der Planung von Grund auf neu entwickelt. Dafür erhielt maincubes one den deutschen Rechenzentrumspreis für visionäre Rechenzentrumsarchitektur.

 

Die Effizienz eines Rechenzentrums beginnt bei dessen Architektur. Während viele Rechenzentren in existierende Gebäude eingebaut werden, hat maincubes one ein neues Raumdesign entwickelt. Stellflächen werden nahezu 100-prozentig ausgenutzt. Es sind keine störenden Wände, Säulen oder Flure im Weg, welche die Effizienz und Flächennutzung verringern. Das gesamte Rechenzentrum wurde so geplant, dass einzelne und voneinander unabhängig betreibbare Räume von ca. 250 Quadratmetern entstehen. Dieser modulare Aufbau erlaubt unabhängige Betriebszonen für kundenindividuelle Klima-Anforderungen, Stromdichten und eine optimale Skalierbarkeit auch auf die längere Zukunft gesehen. Gebäudeelemente wie Treppenhäuser, Zugangskontrollen, Büros, Betriebsräume für die zentrale Technik wie Notfallstromversorgung oder Löschanlage sind völlig losgelöst von den Rechenzentrumsflächen untergebracht und verursachen somit auch keinen Effizienzverlust.

 

Die Krux mit dem PUE

Die Effizienz eines Rechenzentrums hängt stark von dessen Kühlung ab. Im Durchschnitt betragen 80 Prozent der Stromkosten, die zusätzlich zum Strom für die IT-Komponenten entstehen, durch Kühlung. Eine gebräuchliche Kennzahl für die Strom-Effizienz beschreibt der PUE-Wert, ein Koeffizient aus benötigtem Strom für die IT-Komponenten und dem zusätzlich benötigten Strom für Nebenaggregate. Je mehr sich dieser Koeffizient an die Zahl 1 annähert, desto weniger Energie wird für Nebenaggregate benötigt und desto effizienter ist das Rechenzentrum. Nun ist jedoch die Bestimmung des PUE-Wertes – abgesehen von der mathematischen Formel – nicht genormt. Unter welchen Bedingungen wird dieser Wert ermittelt? Im Winter mit geringer, zusätzlicher aktiver Kühlleistung, unter welcher Auslastung und auf welche Zeitspanne gesehen? Darüber hinaus ist nicht geklärt, welche Nebenverbraucher außer der Kühlung einbezogen werden und welche Verlustleistungen, beispielsweise durch Batterien oder Generatoren, eingerechnet sind. Viele der kommunizierten Top-Werte deuten auf eine günstige Momentaufnahme hin. Hinterfragt man Details wie Auslastung, Zeitraum oder Nebenverbraucher kommen ernüchternde Werte zum Vorschein. maincubes one hat daher Parameter für den PUE-Wert gesetzt: er ist gemittelt über das Jahr mit unterschiedlich warmen Außentemperaturen und er wird bei einer Energiedichte von 2 KW pro Quadratmeter im Rechenzentrum und unter Einbeziehung aller Nebenverbraucher ermittelt.

 

Das Wichtigste jedoch ist, dass maincubes one seinen Kunden im Jahresdurchschnitt einen PUE von 1,35 vertraglich garantiert. Damit ist eine echte und valide Effizienzbewertung für Kunden möglich. Maincubes one erreicht den PUE von 1,35 mithilfe der angepassten Architektur und dem Einsatz modernster Freiluftkühlung. Durch optimierte Luftströme im Gebäude kommt maincubes one zu rund 80 Prozent des Jahres ohne aktive Kühlung aus.

 

Die Auslagerung von Rechenzentren in eine Colocation ist in vielen Fällen wirtschaftlich und sinnvoll. Doch Unternehmen, die diese Vorzüge für sich sinnvoll nutzen wollen, müssen die Effizienz und alle dazugehörigen Komponenten kritisch hinterfragen. Erst wenn diese Werte valide zugrunde liegen, haben Themen wie Sicherheit, technische Komponenten, Anbindung und auch die Nachhaltigkeit Priorität. Die Effizienz ist Hauptfaktor für einen wirtschaftlichen Colocation-Betrieb.

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